Nachhaltige Spültücher

In meinem Alltag versuche ich weitestgehend auf Plastik zu verzichten, was mal mehr, mal weniger gut gelingt. Vor über einem Jahr betrachtete ich versonnen einen dieser hässlichen gelben Spülschwämme und fragte mich, aus welchem Material sie eigentlich hergestellt sind. Mir war schon klar, dass es sich hierbei um kein natürliches Material handelt, aber mir war nicht bewusst, dass die Schwämme bei jedem Einsatz eine nicht unwesentliche Menge an Mikroplastik ins Wasser abgeben.

Davon abgesehen, finde ich die Schwämme auch nicht wirklich dekorativ und rein von der Haptik her war ich auch noch nie eine große Freundin der meist gelben Ungetümer.

Also musste unbedingt eine Alternative her. Für Mikrofasertücher (diese geben übrigens auch Mikroplastik ins Wasser ab) habe ich mir damals bei einem DaWanda-Shop ein paar hübsche gestrickte Lappen bestellt. Aber wenn mal was im Topf angepappt war, kam ich mit den Lappen einfach nicht weiter. Es fehlte die Scheuerfläche.

Und so kam ich dann auf die Spültücher mit Scheuerfläche aus Jute oder Rupfen. Du kannst sie aus Stoffresten ganz einfach selbst nähen und sie sind ein hübscher Hingucker für die Küche.

Ich habe sie jetzt seit gut einem Jahr im Einsatz und möchte mit dir heute meine Erfahrungen damit teilen und zeigen, wie du sie einfach und schnell selber nähen kannst. Also, los gehts!

Folgende Materialien benötigst du für die Spültücher:

  • Baumwollstoff (oder verwerte hier alte Küchenhandtücher)
  • Jutestoff oder Rupfen
  • Volumenvlies (achte darauf, dass es 100% Baumwolle ist; alternativ kannst du auch einfach alte Frotteehandtücher für’s Volumen verwenden)
  • Webband oder Kordel ca. 8 cm lang für die Aufhängung
  • Nähmaschine
  • Schere
  • Stecknadeln

Und so nähst du dir nachhaltige Spültücher:

Die Vorlage auf den Baumwollstoff übertragen.
Zusätzlich ein Stück Jute/Rupfen und Volumenvlies passend zuschneiden. Volumenvlies, Jute/Rupfen und Baumwollstoff aufeinanderlegen.
Das Webband mittig falten und zwischen Baumwollstoff und Jute/Rupfen legen.
Alle Lagen rundherum zusammennähen, Nahtzugabe kürzen, Ecken abschneiden.
Das Werkstück mit einem Zickzackstich versäubern.
Stoffstück wenden und Wendeöffnung nach innen einklappen.
Das Spültuch knappkantig absteppen und dabei die Wendeöffnung schließen. Eventuell zusätzlich rundherum mit einem Zickzackstich umsäubern, um ein Ausfranzen des Jutestoffes zu verhindern.

Und fertig ist das Spültuch. Ich habe mir eine ganze Armee Spültücher genäht und verwende ein Tuch ca. 2 Tage. Dann lasse ich das Tuch trocknen und sammle und wasche die Tücher in einem Wäschenetz bei 60 Grad. Normalerweise kann man Jute oder Rupfen eigentlich nicht waschen, aber die 60 Grad Wäsche halten die Spültücher trotzdem problemlos aus. Ich verwende die Tücher wie bereits erwähnt seit gut einem Jahr und bisher sehen sie noch aus wie neu. Sie sind nur minimalst etwas eingegangen.

Hast du schon Erfahrungen gemacht mit genähten Spültüchern oder hast noch alternative Tipps für Spüllappen & Co.? Dann schreibe sie gerne in die Kommentare. Wie ich Wattepads vermeide, kannst du dir hier anschauen: hier geht’s zum Blogartikel über genähte Kosmetikpads.

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Dann wünsche ich dir einen erfolgreichen Abwasch und bis zum nächsten Mal, liebe Grüße

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Hey, ich bin Patricia

Ich bin Patricia, ein kreatives, manchmal chaotisches Wesen mit großer Liebe zu schlichtem skandinavischen Design und Vintage-Schätzen.

Ich bin Wohndesignerin, Buchautorin, Bloggerin, YouTuberin, Fotografin, Business- und Mindset-Coach.

Auf Natural-Hygge schreibe ich über kreative Ideen, meine liebsten Rezepte und über nachhaltiges und entspanntes Leben und Wohnen.

Ich freue mich sehr, dass du den Weg zu mir gefunden hast und wünsche dir ganz viel Spaß auf meiner Webseite.

Deine Patricia

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