Meine Tipps für’s Möbelstreichen

Du möchtest ein Möbelstück streichen, aber dir graut davor, das Möbelstück komplett abzuschleifen? Dann habe ich eine gute Nachricht für dich: Das Abschleifen ist auch gar nicht nötig!

Es kommt beim Bearbeiten von Möbeln immer darauf an, wie beansprucht das gute Stück wird. So wird zum Beispiel ein kleiner Beistelltisch weniger beansprucht, als zum Beispiel ein Stuhl oder Hocker. Das bedeutet, eine Kommode braucht weniger Vorbereitung als ein Sitzmöbel. Aber selbst hier reicht es im schlimmsten Fall völlig aus, das Möbelstück leicht anzuschleifen, damit der neue Farbauftrag gut hält. Es sei denn, der alte Lack ist schon recht locker und blättert ab, dann müssen wir zumindest die losen Farbpartikel wegschmirgeln. Möbel mit einer intakten Lackierung, müssen meist nur entfettet und gereinigt werden.

Möbel entfetten, so geht’s:

Du kannst das Möbelstück entweder mit einem Küchenreiniger der Fettlösend ist oder mit einer Nitroverdünnung entfetten. Bei der Nitroverdünnung unbedingt darauf achten, dass keine brennenden Gegenstände (Kerze o.Ä.) in der Nähe sind, da das ganze leicht entflammbar ist. Ich verwende zum Reinigen gerne einen rauen Schwamm oder einen alten Lappen. Wenn alle losen Farbreste entfernt und das Möbelstück entfettet ist, kann es mit dem Streichen losgehen.

Offenporiges Holz streichen:

Beim Streichen von offenporigem Holz, welches in weiß gestrichen werden soll, gibt es eine Sache zu beachten. Es kann sein, dass sich hier alte Beizen durch den neuen Farbauftrag lösen und das Möbelstück dann unschön vergilbt. Ich empfehle dir hier, zunächst an einer unauffälligen Stelle (z.B. Schubladeninnenseite) ein kleines Stück zu streichen und zu schauen, was passiert. Wenn am nächsten Tag kein Gilb kommt, dann kannst du direkt mit dem Streichen loslegen. Oder du greifst direkt zum Isolierspray oder Isolierfarbe. Hiermit werden die alten Farbtöne im Holz eingeschlossen und der neue weiße Farbanstrich bleibt auch wirklich weiß. Wichtig zu beachten ist hier, dass die Isolierfarbe auf Acrylbasis ist, damit wir wasserlöslich weiterstreichen können.

Der Vorteil an wasserlöslichen Farben ist, dass sie geruchsneutral sind, keine Lösungsmittel enthalten und du deine Malutensilien nach dem Streichen ganz bequem mit Wasser reinigen kannst.

Zusätzliche Tipps:

  • Mache dir auf jeden Fall ein Farbmuster
    Wenn du einen besonderen Farbton verwendest oder dir die Farbe im Baumarkt speziell hast anmischen lassen, dann mache dir unbedingt ein Farbmuster. Dieses kannst du entweder auf ein Stück Holzrest oder auf ein Stück weiße Pappe aufpinseln. Schreibe dir bei gekauften Farben die genaue Bezeichnung und den Hersteller dazu. Falls du die Farbe angemischt hast, dann kannst du mit deinem Farbmuster diese Farbe direkt wieder im Geschäft anmischen lassen.

  • Hebe dir Farbreste auf
    Wenn du noch Farbreste in deiner Farbdose hast, kratze diese sorgfältig aus und bewahre sie in einem alten Marmeladenglas o.Ä. auf. Das spart zum einen Platz und die Farben trocknen nicht so schnell aus, wie in einer bereits mal geöffneten Farbdose.
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Schaue dir gerne meinen Blogartikel an, in dem ich dir zeige, wie ich meinen alten Dielenschrank in weiß gestrichen habe.
Hier geht’s zum Blogartikel: Dielenschrank streichen.

Hast du noch Fragen zum Thema Möbel streichen? Dann schreibe mir diese gerne in die Kommentare.

Viel Spaß beim Streichen, deine

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Hey, ich bin Patricia

Ich bin Patricia, ein kreatives, manchmal chaotisches Wesen mit großer Liebe zu schlichtem skandinavischen Design und Vintage-Schätzen.

Ich bin Wohndesignerin, Buchautorin, Bloggerin, YouTuberin, Fotografin, Kreativ-Coach & Watercolor-Artist.

Auf Natural-Hygge schreibe ich über kreative Ideen, meine liebsten Rezepte und über nachhaltiges und entspanntes Leben und Wohnen.

Ich freue mich sehr, dass du den Weg zu mir gefunden hast und wünsche dir ganz viel Spaß auf meiner Webseite.

Deine Patricia

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